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HOYA erweitert mit MiYOSMART iQ das Myopie-Management für kurzsichtige Kinder

Mit MiYOSMART iQ erweitert HOYA Vision Care sein Portfolio zur Myopiekontrolle bei Kindern und Jugendlichen. Das neue Brillenglas ist seit dem 3. August 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Es basiert auf der etablierten D.I.M.S.-Technologie und integriert erstmals das neue Triple Enhanced Design, kurz TED.

MiYOSMART iQ HOYA erweitert das Myopie-Management für kurzsichtige Kinder
Bild: © HOYA

MiYOSMART iQ kombiniert D.I.M.S.-Technologie mit Triple Enhanced Design für die Myopiekontrolle

MiYOSMART iQ wurde als Weiterentwicklung der D.I.M.S.-Technologie entwickelt. D.I.M.S. steht für „Defocus Incorporated Multiple Segments“. Das optische Prinzip kombiniert eine zentrale Korrektionszone für scharfes Sehen mit zahlreichen Defokussegmenten, die ein myopes Defokus-Signal erzeugen sollen.

Mit MiYOSMART iQ führt HOYA erstmals das Triple Enhanced Design ein. DIMS TED verändert drei zentrale Merkmale des Brillenglasdesigns: Die Behandlungszone wird vergrößert, die Zahl der Defokussegmente erhöht und deren Defokusstärke gesteigert. Gleichzeitig werden die Segmente näher an der geometrischen Mitte des Brillenglases positioniert.

Ziel dieser Anpassungen ist laut HOYA eine kontinuierlichere Stimulation der nah-peripheren Netzhaut. Dadurch soll die optische Unterstützung bei der Kontrolle der Myopieprogression weiter verbessert werden. Die neue Konstruktion stellt somit keinen grundlegenden Wechsel des Wirkprinzips dar, sondern eine gezielte Weiterentwicklung der D.I.M.S.-Technologie.

HOYA: "Jahrelange Forschung und klinische Erfahrung haben die Art und Weise, wie wir Kurzsichtigkeit bei Kindern behandeln, grundlegend verändert. Heute ist das Myopie-Management zu einem zentralen Innovationsschwerpunkt in der Kinder-Augenheilkunde geworden und ermöglicht frühzeitigere Maßnahmen sowie effektivere Ergebnisse für Kinder. MiYOSMARTiQ-Brillengläser setzen neue Maßstäbe in der Myopie-Kontrolle bei Kindern." (Quelle: © HOYA).
HOYA: “Jahrelange Forschung und klinische Erfahrung haben die Art und Weise, wie wir Kurzsichtigkeit bei Kindern behandeln, grundlegend verändert. Heute ist das Myopie-Management zu einem zentralen Innovationsschwerpunkt in der Kinder-Augenheilkunde geworden und ermöglicht frühzeitigere Maßnahmen sowie effektivere Ergebnisse für Kinder. MiYOSMARTiQ-Brillengläser setzen neue Maßstäbe in der Myopie-Kontrolle bei Kindern.” (Quelle: © HOYA).

Neue klinische Daten zu MiYOSMART iQ: Neun von zehn Kindern ohne relevante Myopieprogression

Für die Versorgungspraxis sind insbesondere die ersten klinischen Ergebnisse zu MiYOSMART iQ relevant: HOYA stellte die 12-Monats-Daten auf der Jahrestagung der Association for Research in Vision and Ophthalmology (kurz “ARVO”) 2026 vor. Die Ergebnisse stammen aus einer randomisierten kontrollierten Studie mit Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren.

Nach Angaben von HOYA zeigten neun von zehn Kindern innerhalb der ersten zwölf Monate keine klinisch relevante Myopieprogression. Auch im klinischen Durchschnitt wurde laut Unternehmen keine Progression der Kurzsichtigkeit festgestellt. Als klinisch relevante Myopieprogression definiert HOYA eine Veränderung der sphärischen Äquivalentrefraktion, kurz SER, von mehr als −0,50 dpt innerhalb eines zwölfmonatigen Tragezeitraums.

Die Formulierung „neun von zehn Kindern“ sollte dabei als Ergebnis der von HOYA kommunizierten Studie verstanden werden. Für eine vollständige wissenschaftliche Bewertung sind unter anderem die detaillierten Studiendaten, die statistische Auswertung und die vollständige peer-reviewte Publikation relevant.

Achslängenwachstum bei Kindern: HOYA berichtet über minimale Veränderungen nach zwölf Monaten

Neben der Refraktionsentwicklung wurde auch das Wachstum der Augen untersucht. Laut HOYA zeigte sich bei den Kindern, die MiYOSMART iQ trugen, ein minimales Achslängenwachstum, das teilweise im Bereich der physiologischen Augenentwicklung lag.

Die Achslänge ist ein wichtiger Parameter bei der Beurteilung der Myopieprogression. Ein übermäßiges Längenwachstum des Auges steht in Zusammenhang mit einer zunehmenden Kurzsichtigkeit. Die vorliegenden Ergebnisse beziehen sich jedoch auf einen Zeitraum von zwölf Monaten und erlauben allein keine abschließende Beurteilung der langfristigen Wirkung von MiYOSMART iQ.

HOYA bezeichnet die Studienergebnisse als bislang stärkste klinische Evidenz für ein auf D.I.M.S.-Technologie basierendes Brillenglas. Diese Bewertung ist als Einordnung des Herstellers zu kennzeichnen.

Myopie-Management in der Praxis: HOYA startet Webinar-Serie für Augenärzte und Orthoptisten

Zum Marktstart verbindet HOYA die Einführung von MiYOSMART iQ mit einer Webinar-Serie für Augenärzte sowie Orthoptisten. Im Mittelpunkt stehen die wissenschaftlichen Grundlagen des Myopie-Managements, die neue TED-Technologie und die aktuellen 12-Monats-Daten zu MiYOSMART iQ.

Darüber hinaus sollen die Ergebnisse klinisch eingeordnet und praktische Empfehlungen für den Einsatz im Praxisalltag vermittelt werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Pressemitteilung nennt folgende Termine für die Webinar-Serie:

  • 4. August 2026, 18:30 Uhr.
  • 25. August 2026, 18:30 Uhr.
  • 2. September 2026, 18:30 Uhr.
  • 3. September 2026, 18:30 Uhr.
  • 9. September 2026, 18:30 Uhr.

Weitere Informationen zur Registrierung stellt HOYA über die MiYOSMART-Plattform bereit.

MiYOSMART-Portfolio wächst: Mehr als 15 Millionen Brillengläser weltweit verkauft

MiYOSMART iQ ergänzt ein bereits etabliertes Portfolio im Bereich der Myopiekontrolle. Seit der Markteinführung von MiYOSMART im Jahr 2018 wurden nach Angaben von HOYA mehr als 15 Millionen MiYOSMART-Brillengläser in über 50 Ländern weltweit von Eltern gekauft.

Die Verkaufszahl ist eine Unternehmensangabe und beschreibt die weltweite Verbreitung der MiYOSMART-Brillengläser. Sie stellt für sich genommen keinen Nachweis der klinischen Wirksamkeit von MiYOSMART iQ dar.

Langfristige Myopiekontrolle: D.I.M.S.-Daten nicht mit MiYOSMART-iQ-Langzeitdaten gleichsetzen

Für die langfristige Einordnung verweist die Pressemitteilung auf eine 2026 veröffentlichte Beobachtungsstudie zur Achslängenentwicklung bei Kindern, die D.I.M.S.-Brillengläser tragen. Die Studie von Leung und Kollegen untersucht eine Beobachtungsdauer von acht bis zehn Jahren und wurde im BMJ Open Ophthalmology veröffentlicht.

Diese Daten beziehen sich auf die D.I.M.S.-Technologie beziehungsweise auf D.I.M.S.-Brillengläser allgemein. Sie sind daher nicht automatisch als langfristiger Wirksamkeitsnachweis speziell für MiYOSMART iQ oder das neue Triple Enhanced Design zu interpretieren. Für MiYOSMART iQ selbst liegen nach der vorliegenden Pressemitteilung zunächst 12-Monats-Daten vor.

Für Augenoptiker, Augenärzte und Orthoptisten ist deshalb die differenzierte Einordnung entscheidend: Die neuen klinischen Ergebnisse liefern eine wichtige frühe Evidenz für das TED-Design. Aussagen zur langfristigen Wirksamkeit und zur nachhaltigen Kontrolle der Myopieprogression sollten jedoch auf längere Beobachtungszeiträume und veröffentlichte Daten gestützt werden.

MiYOSMART iQ erweitert die Versorgung kurzsichtiger Kinder um ein neues Brillenglasdesign auf Basis der D.I.M.S.-Technologie. Das Triple Enhanced Design vergrößert die Behandlungszone, erhöht die Zahl und Defokusstärke der Segmente und positioniert diese näher an der geometrischen Mitte des Brillenglases. Die auf der ARVO 2026 vorgestellten 12-Monats-Ergebnisse sind für die klinische Einordnung relevant. Nach Angaben von HOYA zeigten neun von zehn Kindern keine klinisch relevante Myopieprogression. Zudem wurde ein minimales Achslängenwachstum beobachtet. Da die Daten einen begrenzten Beobachtungszeitraum abdecken und aus der Herstellerkommunikation stammen, sollten sie als wichtige frühe klinische Evidenz, nicht jedoch als abschließender Langzeitnachweis für MiYOSMART iQ bewertet werden.

Zur Pressemitteilung: Das Ende der progressiven Myopie? Weltneuheit – Neue Brillenglastechnologie stoppt das übermäßige Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern

Christoph Hillermann-Giannoutsos