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Brillenspenden: Optiker sammelt mit dem Lions Club 1.400 Brillen für Afrika

Werden Brillen in wohlhabenden Ländern nicht mehr gebraucht, können diese in wirtschaftlich benachteiligten Regionen noch von großem Nutzen sein. Dass sich mit lokalem Engagement innerhalb kurzer Zeit viel bewegen lässt, zeigt eine Initiative des Lions Clubs Henstedt-Ulzburg: Gemeinsam mit Augenoptikern und zahlreichen Unterstützern sammelte der Club innerhalb weniger Monate rund 1.400 gebrauchte Brillen, die nun über die Hilfsorganisation “Brillen weltweit” auf ihren weiteren Einsatz vorbereitet werden.

Brillenspenden: Optiker sammelt mit dem Lions Club 1.400 Brillen für Afrika
Bild: © Lions Club Henstedt-Ulzburg

Brillenspenden: Lokales Engagement mit großer Wirkung

Der Lions Club ist eine weltweit aktive Service-Organisation, deren Mitglieder sich ehrenamtlich für soziale, kulturelle und humanitäre Anliegen einsetzen. Im Mittelpunkt stehen Hilfe für Menschen in Not, gesellschaftliches Engagement und der Gedanke, vor Ort wie auch international Verantwortung zu übernehmen.

Den Anstoß für das aktuelle Brillenspende-Projekt gab Lions-Mitglied Bernd Langbehn. Nachdem er von der Möglichkeit erfahren hatte, gebrauchte Brillen für bedürftige Menschen weltweit zu sammeln, sei für ihn sofort klar gewesen, dass sich auch der Lions Club Henstedt-Ulzburg beteiligen müsse. Unterstützung erhielt er unter anderem von Rechtsanwalt und Lions-Mitglied Claus Bornhöft aus Bad Bramstedt sowie den Augenoptikermeistern Manfred Lescow aus Kaltenkirchen und Tatjana Graf aus Henstedt-Ulzburg.

Darüber hinaus mobilisierten zahlreiche Mitglieder des Clubs ihr privates und berufliches Umfeld, um nicht mehr genutzte Brillen zu sammeln. Ergänzend wurden an stark frequentierten Standorten Spendenboxen aufgestellt. Der Einsatz zeigte rasch Wirkung: Innerhalb weniger Monate kamen insgesamt 1.400 Brillen zusammen. Langbehn verpackte die Spenden anschließend sicher für den Transport und verschickte sie an die Organisation “Brillen weltweit“. Dort werden die Brillen gründlich gereinigt, nach Dioptrienwerten vermessen und sortiert. Anschließend werden sie einzeln verpackt und für die Weitergabe an Hilfsprojekte vorbereitet.

Sozialer und ökologischer Nutzen gebrauchter Brillen

Ein großer Teil gebrauchter Brillen bleibt in Deutschland ungenutzt, obwohl viele Modelle technisch weiterhin einwandfrei sind. Genau hier setzen Sammelaktionen an. Durch die Wiederverwendung können Menschen ohne Zugang zu augenoptischer Versorgung eine passende Sehhilfe erhalten und damit ihre Lebensqualität deutlich verbessern.

Auch der bis Ende Juni amtierende Lions-Präsident Dr. Jochen Brems bewertet die Initiative positiv: Hochwertige Brillen und Gläser, die andernfalls ungenutzt blieben, könnten bedürftigen Menschen einen konkreten Nutzen bieten. Gleichzeitig engagiert sich Lions International seit Jahren in Projekten zur Verbesserung der augenoptischen Versorgung weltweit.

Für die Augenoptik verdeutlicht das Projekt den wachsenden Stellenwert nachhaltiger Konzepte. Die Wiederverwendung gebrauchter Brillen verlängert den Produktlebenszyklus und trägt dazu bei, Ressourcen effizient einzusetzen. Gleichzeitig profitieren Menschen, die sich eine Sehhilfe sonst kaum leisten könnten.

Nachhaltigkeit in der Augenoptik gewinnt an Bedeutung

Nach Auffassung von Bernd Langbehn fügt sich die Aktion nahtlos in die Nachhaltigkeitsziele der Lions-Bewegung ein. Auch künftig wolle er sich für entsprechende Hilfsprojekte engagieren. Das Beispiel aus Henstedt-Ulzburg zeigt, dass ehrenamtliches Engagement, die Unterstützung regionaler Augenoptiker und die Beteiligung vieler Bürger gemeinsam eine messbare Wirkung entfalten können.

Auch für Augenoptiker bieten solche Initiativen Potenzial. Sie stärken das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln, unterstreichen die gesellschaftliche Verantwortung der Branche und ermöglichen gleichzeitig eine sinnvolle Weiterverwendung hochwertiger Sehhilfen.

Die Sammlung 1.400 gebrauchter Brillen innerhalb weniger Monate zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in regional organisierten Spendenaktionen steckt. Für die Augenoptik verbindet das Projekt Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und soziales Engagement auf überzeugende Weise. Gleichzeitig macht die Initiative deutlich, dass nicht mehr genutzte Brillen für viele Menschen weltweit weit mehr sind als ein Altprodukt – sie bedeuten eine konkrete Chance auf besseres Sehen und mehr Lebensqualität.

Quelle: Brillenspenden-Initiative sammelt 1.400 Brillen für Afrika

Christoph Hillermann-Giannoutsos
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