Erschwerte Sichtverhältnisse, trockene Raumluft und starke Temperaturwechsel gehören für viele Menschen zum Winteralltag. Gerade in dieser Jahreszeit reagieren Augen sensibler auf äußere Einflüsse, was sich in Brennen, Rötungen oder schwankender Sehschärfe äußern kann. Was Ihr dagegen machen könnt, erfahrt Ihr hier.

Probleme mit den Augen im Winter
Die steirische Landesinnung der Augen- und Kontaktlinsenoptiker gibt Tipps bei Problemen mit den Augen im Winter: Bereits einfache Anpassungen im Alltag können dazu beitragen, den Tragekomfort von Brillen und Kontaktlinsen zu verbessern und die Augen im Winter zu entlasten.
Beschlagene Brillengläser im Winter vermeiden
Warme Atemluft und kalte Außentemperaturen führen häufig zu beschlagenen Brillengläsern, etwa beim Betreten von Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Kurzfristig kann ein dünner Film aus handelsüblichem Spülmittel auf den Gläsern helfen, der ähnlich wie im Tauchsport das Beschlagen reduziert. Für eine dauerhaft stabilere Lösung stehen im Fachhandel Anti-Beschlag-Beschichtungen und entsprechende Sprays zur Verfügung, die den Alltag von Brillenträgern insbesondere in der kalten Jahreszeit erleichtern.
Trockene Heizungsluft und ihre Auswirkungen auf die Augen
Beheizte Innenräume senken die Luftfeuchtigkeit und damit auch die Stabilität des Tränenfilms. Dies kann zu dem Gefühl trockener oder gereizter Augen führen. Raumklimatische Maßnahmen wie Zimmerpflanzen, Luftbefeuchter oder mit Wasser gefüllte Schalen auf Heizkörpern können die Luftfeuchte anheben. Ergänzend empfehlen Optiker befeuchtende Augentropfen oder sogenannte Künstliche Tränen, die den natürlichen Tränenfilm stabilisieren und die Oberfläche des Auges vor Austrocknung schützen.

Augen entlasten durch gezielte Sehpausen
Lange Bildschirmarbeit, wie sie im Berufsalltag vieler Menschen üblich ist, belastet die Augen im Winter besonders, da die trockene Luft den Lidschlag weiter reduziert. Die sogenannte 20/20/20-Regel gilt als einfache Orientierung: Alle 20 Minuten sollte für etwa 20 Sekunden in die Ferne (“ca. 20 Meter”) geblickt werden, um die Augenmuskulatur zu entspannen. Zusätzlich können bewusste Blickwechsel zwischen nahen und entfernten Objekten dazu beitragen, Ermüdungserscheinungen vorzubeugen und die Sehqualität stabil zu halten.
Schutz vor blendendem Schnee- und Bildschirmlicht
Schneeflächen reflektieren einen großen Teil des Sonnenlichts, was im Freien zu erhöhter Blendung und einer stärkeren UV-Belastung führen kann. Gleichzeitig spielt in Innenräumen das blaue Licht von Bildschirmen eine Rolle. Brillen mit leichter Tönung oder integrierten Blaulichtfiltern bieten hier einen kombinierten Schutz. Fachleute empfehlen Modelle, die sowohl einen wirksamen UV-Schutz als auch eine Filterung kurzwelligen Lichts integrieren, um die Augen in unterschiedlichen Lichtsituationen zu entlasten.
Kontaktlinsen im Winter richtig lagern und pflegen
Auch Kontaktlinsen und ihre Pflegemittel reagieren empfindlich auf niedrige Temperaturen. Werden Lösungen oder Linsen Frost ausgesetzt, kann sich ihre chemische Zusammensetzung verändern, was die Verträglichkeit beeinträchtigen kann. Eine Aufbewahrung bei Zimmertemperatur ist daher sinnvoll. Ebenso wichtig bleibt im Winter eine hygienische Lagerung in geschlossenen Behältern, um Verunreinigungen und damit verbundene Augenreizungen zu vermeiden.
Der Winter stellt besondere Anforderungen an die Augen und an Sehhilfen. Mit einfachen, gut umsetzbaren Maßnahmen lassen sich viele typische Beschwerden reduzieren.




