Ein aktuelles Gerücht aus dem Apple-Umfeld sorgt für Diskussionen: Laut dem Leaker Kosutami arbeitet der Konzern an einer neuen Generation seiner In-Ear-Kopfhörer mit integrierten Kameras. Was genau steckt dahinter?

Mehrere Quellen berichten, Apple experimentiere mit Infrarotkameras, die Umgebung und Bewegungen erfassen können. Damit ließen sich neue Bedien- und Audiofunktionen umsetzen. Der Leaker Kosutami schrieb auf X, die kommenden AirPods Pro könnten „um Sie herum sehen“ – und das zum bisherigen Preis. Eine Aussage, die sowohl Interesse als auch Skepsis hervorruft.
Solche Konzepte zur Gestensteuerung durch Infrarotkameras etablieren zu wollen, wird Apple schon länger nachgesagt. Bereits 2024 wurde über entsprechende Tests spekuliert, die letztlich nicht umgesetzt wurden. Statt der Kameratechnik erhielt das aktuelle Modell lediglich einen Temperatursensor. Branchenanalyst Ming-Chi Kuo geht jedoch davon aus, dass Apple weiter an dieser Technologie arbeitet und künftig mindestens eine Infrarotkamera pro Ohrhörer integrieren könnte.
Was könnten AirPods mit „Augen“ wirklich leisten?
Die potenziellen Anwendungsfälle sind vielfältig. Denkbar wäre eine präzisere Gestensteuerung, die die bisherigen Drucksensoren ersetzt. Zudem könnten die Kameras räumliche Daten erfassen, die in Kombination mit der VisionPro ein verbessertes Spatial-Audio-Erlebnis ermöglichen. Der Klang würde sich stärker an der Blickrichtung des Nutzers orientieren und dadurch realistischer wirken.
Kommt das Kamera-Upgrade schon 2026?
Ob diese Funktionen bereits in der nächsten Generation umgesetzt werden, ist unklar. Kosutamis Aussage, die neuen AirPods Pro kämen bereits im kommenden Herbst, widerspricht allerdings mehreren anderen Einschätzungen. Denn blickt man auf Apples Produktzyklen, wird schnell klar: Ein jährliches Upgrade der Pro Modelle wäre ein Novum. Die erste Generation erschien 2019, die zweite 2022, die dritte 2025. Drei Jahre Abstand sind bei Apple eher die Regel.
Aktuell gelten zwei Szenarien als plausibel: Entweder ergänzt Apple das bestehende Modell um eine höherwertige Variante mit zusätzlicher Sensorik, oder die Entwicklung befindet sich noch in einem frühen Stadium, ohne kurzfristige Marktreife.
Preisstrategie zwischen Premium und Routine
Ein unveränderter Preis von 249 Euro würde gegen eine neue High-End-Version sprechen. Gleichzeitig liegt Apple damit inzwischen unter vielen Wettbewerbern: Bose ruft für die QuietComfort Earbuds Ultra rund 300 Euro auf, Bowers & Wilkins für die Pi8 über 400 Euro. Auch Sennheiser und Sony platzieren ihre Topmodelle jenseits der 300‑Euro‑Marke.
Im eigenen Portfolio bleibt eine Lücke zwischen den AirPods Pro und den AirPods Max. Eine Premium-Variante könnte diese schließen, wäre jedoch ein untypischer Schritt für Apples bisherige Preislogik.
AirPods mit Kameras: Wie realistisch sind die Gerüchte?
Dass Apple an Ohrhörern mit Infrarotkameras forscht, gilt als wahrscheinlich. Wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist, lässt sich derzeit jedoch schwer einschätzen. Die Prognosen zu Zeitplan und Positionierung sind widersprüchlich. Eine Ablösung der AirPods Pro 3 bereits 2026 erscheint nach aktuellem Stand unwahrscheinlich.
Die Aussicht auf AirPods mit Kamerafunktion ist zweifellos faszinierend – doch aktuell überwiegt die Unsicherheit. Für den Handel und für Konsumenten bleibt relevant: Die AirPods Pro 3 bleiben auf absehbare Zeit ein aktuelles, leistungsfähiges Modell. Ein baldiges Kamera-Upgrade ist nicht zu erwarten.
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