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Diagnostik-Neuheiten: Smarte Lösungen von DAO, bon und Topcon

Screening und Diagnostik spielen auch im Augenoptik-Handwerk eine größerwerdende Rolle. Die Kompetenzen verschieben sich: Lange lagen solche Leistungen hauptsächlich in der Verantwortung von Augenarzt-Praxen, mittlerweile können Optiker sie erfolgreich als Serviceerweiterung nutzen. Und die neuen Lösungen, die von DAO, bon und Topcon vertrieben werden, machen dieses komplexe Thema so einfach wie möglich: Automatische Zentrierung, KI-Auswertung, Touchscreen-Bedienung erleichtern die Anwendung und machen Routineuntersuchungen schneller und komfortabler. Wir haben mit den Anbietern gesprochen.

Neue Diagnostik-Geräte für Augenoptiker: Praktische Tools für den Alltag
Bildquelle: SBM

Deutsche Augenoptik GmbH: Topograph mit automatischer Zentrierung und Funduskamera mit hochauflösender Retinadarstellung

Die Deutsche Augenoptik GmbH highlightet aktuell insbesondere zwei Produkte: Den Topographen OS1000 X mit automatischer Zentrierung sowie die Funduskamera Huvitz HFC-1, die hochauflösende Retinafotos darstellt – sogar als Panoramabild.

Der OS1000 X vereinfacht die Hornhautvermessung: Er zentriert sich vollautomatisch, sodass kein manuelles Einschreiten notwendig ist. Lediglich eine kurze Fixation durch den Kunden ist notwendig. Das Gerät erstellt eine vollständige Topografie der Hornhaut inklusive Krümmungswerten und Höhenprofilen, eine wertvolle Grundlage für die Kontaktlinsenanpassung oder die Planung refraktiver Behandlungen. Die Messungen laufen standardisiert und vergleichsweise schnell ab und das System liefert auch unter herausfordernden Bedingungen verlässliche Ergebnisse – beispielsweise wenn der Kunde unruhig ist oder seine Pupillen eng sind.

Neue Diagnostik-Geräte für Augenoptiker: Praktische Tools für den Alltag

Eine große Hilfestellung bietet auch die Huvitz HFC‑1. Bei diesem Gerät handelt es sich um eine nicht‑mydriatische Funduskamera: Die Pupille muss also nicht mit Tropfen erweitert werden, um den Augenhintergrund zu fotografieren. Für den schnellen Einsatz im Fachgeschäft konzipiert, arbeitet das Gerät mit einer 20‑Megapixel‑Farbkamera und liefert hochauflösende „True Color“-Bilder, auf denen auch feine Gefäßstrukturen und kleine Veränderungen sichtbar werden.

Dabei werden automatische Funktionen wie Auto‑Tracking und Auto‑Shooting eingesetzt, die den Aufnahmeprozess stabilisieren und auch bei kleinen Pupillen ohne Moduswechsel arbeiten. Außerdem lassen sich Panoramaansichten durch das automatische Zusammenfügen mehrerer Bilder erzeugen, um größere Bereiche der Netzhaut zu visualisieren.  Zur Bildbetrachtung dient ein integrierter 12,1‑Zoll‑Touchscreen‑Bildschirm mit eingebautem PC und Speicher, sodass Bilder unmittelbar erfasst, angezeigt und analysiert werden können.

bon vernetzt Augenoptik-Kunden direkt mit dem Augenarzt

Neue Diagnostik-Geräte für Augenoptiker: Praktische Tools für den Alltag

Der Ansatz von bon ist eine klare Win-Win-Situation. Mit seinem Konzept hat der Anbieter eine nahtlose Strategie entwickelt, welche die Kunden im Augenoptik-Geschäft nach einem positiven Befund direkt mit einem lokalen Augenarzt vernetzen:

Mit dem Netzhautscanner iCare DRSplus werden im Fachgeschäft vollautomatisch konfokale Bilder in Echtfarbe erstellt. Dabei wird durch eine spezielle Technologie nur Licht aus der scharf eingestellten Ebene erfasst, während Streulicht ausgeblendet wird, was kontrastreiche und detailgenaue Aufnahmen ermöglicht. Das Getät arbeitet ebenfalls ohne medikamentöse Pupillenerweiterung. Dadurch ist die Anwendung für den Kunden besonders komfortabel.

Der Scan des Augenhintergrundes wird anschlißend von einer integrierten KI ausgewertet, die mögliche Auffälligkeiten sichtbar macht. Dieser Befund wird in eine Cloud hochgeladen, worüber direkt eine Überweisung in die nächste, lokale Augenarzt-Praxis veranlasst werden kann. Das vereinfacht den administrativen Aufwand für alle Beteiligten.

Topcon TERA: Kombiniertes Messgerät mit Touchscreen und Tränenfilmanalyse

Neue Diagnostik-Geräte für Augenoptiker: Praktische Tools für den Alltag

Der Topcon TERA ist ein multifunktionales Messgerät, das Hornhauttopographie, Refraktometrie und Keratometrie in einem System vereint. Die Bedienung erfolgt über einen großen Touchscreen, der die Nutzerführung unterstützt und den Ablauf übersichtlich gestaltet. Ein zusätzlicher Bestandteil des Geräts ist die Tränenfilmanalyse, mit der Parameter wie Filmdicke und Interferenzmuster erfasst werden können. Solche objektiven Messdaten werden in der Praxis genutzt, um Trockene‑Augen‑Probleme systematisch zu beurteilen und mögliche Behandlungsansätze, etwa Zielsetzungen für Tränenersatzmittel oder Anpassungsoptionen für Brillen, zu unterstützen.

Durch die Integration mehrerer Messverfahren in einem Arbeitsgang lassen sich zudem verschiedene Untersuchungen hintereinander durchführen, was den Ablauf im Betriebsalltag strukturieren und Zeit sparen kann. Gleichzeitig ermöglicht das System eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse über die unterschiedlichen Messgrößen hinweg.

Ob Hornhauttopographie, hochauflösende Netzhautbilder oder Tränenfilmanalyse, die Technik moderner Diagnostik-Geräte ermöglicht präzisere, effizientere und besser vernetzte Untersuchungen direkt im Fachgeschäft. Mit diesen Lösungen kann sich der Augenoptiker einmal mehr als Experte positionieren, während er dem Augenarzt wirklich nur die Patienten mit einem abklärungsbedürftigen Befund weiterleitet werden. So profitieren alle Beteiligten.

Lena Bergler
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