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Superhelden-Brillen: Die Optical Design Contest-Finalisten der SILMO Paris 2025 stehen fest

Der Optical Design Contest der SILMO Paris ist ein jährliches Highlight für kreative Köpfe und Zukunftsdenker. Auch 2025 fordert die weltweit bekannte Messe wieder junge Talente heraus – diesmal mit dem Motto: „Superhero Glasses“. Die Brille als Werkzeug für den Alltag, für besondere Herausforderungen oder einfach für starke visuelle Statements – die diesjährigen Finalisten zeigen, wie vielfältig dieser Anspruch interpretiert werden kann.

Superhelden-Brillen Die Optical Design Contest-Finalisten der SILMO Paris 2025 stehen fest

Zehn Entwürfe aus internationalen Designhochschulen haben es in die Endrunde geschafft. Ihre Ideen reichen von technikgetriebenen Alltagshelfern über sozial motivierte Gesundheitslösungen bis hin zu konzeptuell starken Stilobjekten. Was sie verbindet: Sie denken die Brille weiter – funktional, kreativ und mit Blick auf reale Bedürfnisse.

Brillen für soziale und gesundheitliche Herausforderungen

Einen prägenden Schwerpunkt bilden in diesem Jahr Designs, die sich gezielt an Menschen mit besonderen Bedürfnissen richten – mit dem Ziel, Barrieren zu reduzieren und Teilhabe zu ermöglichen.

LUNETTES DE VISION EMOTIONNELLE (LVE)

Ein Beispiel hierfür ist die Emotionserkennungsbrille – oder Lunettes De Vision Emotionelle (LVE) – von Quentin Boudier. Sie analysiert über KI, Mikrofone und Sensorik die Mimik und Sprache von Gesprächspartnern – entwickelt für Menschen im Autismus-Spektrum, die Schwierigkeiten haben, nonverbale Signale zu deuten. Die Brille wird so zur Schnittstelle zwischen Mensch und sozialem Kontext.

THE SENSORY GLASSES

Einen anderen Ansatz hat The Sensory Glasses von Gaia Malantuono bedienen ein hochaktuelles Feld: Die modulare Brille ist für Menschen mit ADHS oder Autismus konzipiert und bietet austauschbare taktile Elemente zur Beruhigung. Je nach Situation lassen sich Materialien, Formen und Oberflächen anpassen – eine sinnlich gedachte Brille für emotionale Selbstregulation.

ECO

Und nicht weniger relevant ist Eco, ein Assistenzsystem von Beatriz Delcole Belonsi aus Brasilien. Hier arbeiten Sensoren mit einem haptischen Feedbacksystem zusammen, um sehbehinderten Nutzern bei der räumlichen Orientierung zu helfen – inspiriert von der Echolokation im Tierreich. Sichtbar machen, was sonst verborgen bleibt – ein echtes Superhelden-Thema.

SILMO Optical Design Contest: Smart Gadgets und Technik-Tools

Während einige Entwürfe auf gesellschaftliche Themen zielen, positionieren sich andere klar als Alltagshelfer mit technologischem Fokus – Brillen, die nicht nur sehen, sondern hören, messen und reagieren.

BONEWAVE

Bonewave von Mattéo Muzelet-Guédon verbindet etwa Sportbrille und Audiofunktion über Knochenleitung. Sie ermöglicht es Sportlern, Musik zu hören, ohne Umgebungsgeräusche komplett auszublenden – ein sicherheitsrelevantes Feature, clever verpackt.

SENTINELLE

Einen Schritt weiter geht Sentinelle+ von Barthélémy Camoesas: Diese smarte Notfallbrille misst Vitalparameter, erkennt kritische Zustände und kann im Ernstfall automatisch einen Notruf auslösen – inklusive GPS-Ortung. Eine Hightech-Brille, die im Hintergrund arbeitet, aber im entscheidenden Moment zur Lebensretterin wird.

GAIA

Auch die AR-Kinderbrille Gaia hat technologische Raffinesse im Gepäck – sie erkennt Pflanzen und Tiere und erklärt sie kindgerecht per Augmented Reality. Spielerisches Lernen trifft nachhaltiges Design: Das Ladeetui besteht aus recyceltem Material, die Anwendung ist pädagogisch durchdacht.

Brillen-Designs mit kulturellem oder stilistischem Statement

Neben Funktion und Technik dürfen bei einem Design-Wettbewerb natürlich auch konzeptionelle und visuelle Highlights nicht fehlen. Einige Einreichungen setzen genau hier an – mit klarer Bildsprache, kulturellen Bezügen oder augenzwinkernder Ironie.

THE INUIT GLASSES

So etwa The Inuit Glasses von Yasmin Kaufman: Ihre Inspiration sind traditionelle Schneebrillen der Inuit – minimalistischer Augenschutz, neu interpretiert. Das Zusammenspiel aus kulturellem Erbe und modernem Design macht dieses Projekt besonders spannend.

NEON

Weniger traditionell, dafür expressiv ist Neon von Brice LeBeul. Die leuchtende, kantige Brille wirkt fast wie ein Cyberpunk-Accessoire – laut, stylisch, kompromisslos modisch. Sie könnte genauso gut auf einem Laufsteg wie in einem Comic erscheinen.

Einen charmant verspielten Ansatz verfolgt Loveyes von Camille Jourdren. Die Brille soll beim Dating helfen: Integrierte Sensorik erkennt Blickkontakte und „matched“ diskret – ein Gadget für alle, die das erste Gespräch lieber offline beginnen möchten. Zwischen Witz, Romantik und leichtem Tech-Flair liegt hier ein origineller Gedanke.

Optical Design Contest: Vielschichtiger als man denkt

Ob Assistenzsystem, Tech-Gadget oder modisches Statement – die zehn Finalistinnen und Finalisten des Optical Design Contest 2025 zeigen eindrucksvoll, wie breit das Spektrum an Brillenideen sein kann. Für die Jury der SILMO Paris dürfte die Entscheidung nicht leichtfallen. Wer den mit 10.000€ dotierten Hauptpreis gewinnt, wird im Rahmen der Messe im September bekannt gegeben.