Netzhaut-Screening, Augeninnendruckmessung oder digitale Vorsorgeangebote: Moderne Screening-Geräte für Augenoptiker eröffnen neue Möglichkeiten für zusätzliche Umsätze – und eine starke Positionierung im lokalen Markt. Wir haben mit Marius Fischer, Commercial Director bei der DAO, gesprochen: Warum lohnt sich Screening? Wie fängt man damit an? Und wie hilft die DAO dabei?

Augen-Screening: Warum sollten Augenoptiker damit beginnen?
Der Zeitpunkt, sich als Augenoptiker mit Augenscreenings auseinanderzusetzen, könnte kaum besser sein. Augenarztpraxen arbeiten vielerorts an der Belastungsgrenze, Wartezeiten auf Termine ziehen sich oft über Wochen oder Monate. Gleichzeitig suchen viele Kunden nach niedrigschwelligen Angeboten – und finden diese immer häufiger im Augenoptikfachgeschäft.
Aber lohnt sich Screening wirtschaftlich? Welche Geräte braucht man dafür? Und wie kompliziert ist der Einstieg? Wir haben mit Marius Fischer gesprochen. Er ist Commercial Director bei der DAO.
Screening für Augenoptiker: Lohnt sich das?

„Die Nachfrage nach Screening hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und wird weiterwachsen“, erklärt Marius Fischer. Aber lohnt sich das auch finanziell? Diese Frage kann Fischer mit einem klaren „Ja“ beantworten – wann genau, hänge jedoch vom Gerät, der Angebotsstrategie und weiteren Faktoren ab.
Marius Fischer gibt ein konkretes Beispiel: „Bei rund drei Netzhaut-Screenings pro Woche zu 59 Euro brutto lässt sich der aktuelle Kaufpreis einer Huvitz HFC-1 Funduskamera in unter zwei Jahren erwirtschaften.“ Personal-, Miet- und Nebenkosten seien dabei natürlich individuell zu berücksichtigen.
Screening schafft direkte Umsätze durch kostenpflichtige Zusatzleistungen. Nicht zu unterschätzen ist aber der indirekte Effekt: mehr Kundenkontakte, stärkere Bindung und zusätzliche Verkäufe. „Das ist sogar der spannendere Aspekt: dass sich das Angebot durch Weiterempfehlungen verbreitet und dadurch zusätzliche Brillenverkäufe anregt“, so Fischer.
Warum die DAO und Huvitz?
Es gibt also durchaus gute Argumente, mit diesem Thema zu beginnen – und ebenso gute, die DAO als Partner zu wählen. Speziell im Bereich Screening bringt die DAO jahrzehntelange Erfahrung mit: „Wir arbeiten seit rund 25 Jahren mit Huvitz zusammen.“
Daneben bietet die DAO mit ihrem Brillenglas-Kerngeschäft und vielem mehr ein umfassendes Sortiment. Das Unternehmen versteht sich als allumfassenden Ansprechpartner für Augenoptiker – samt umfangreichen Beratungs- und Schulungsangeboten.
Wer mit der DAO ins Thema Screening einsteige, kaufe demnach nicht nur das Gerät, wie Fischer erklärt. Er entscheide sich für einen Partner, der auch individuelle Beratung, Schulung und langfristige Begleitung mitbringe. Aber wie beginnt man damit?
Augenscreening: Wie fängt man als Augenoptiker damit an?
„Wer sich für das Thema interessiert, kann uns gerne direkt kontaktieren. Dann steht eine Bedarfsanalyse an: Was ist bereits vorhanden? Welche Leistungen sollen angeboten werden? Und welche Geräte- und Finanzierungslösungen passen dazu?“, erklärt Marius Fischer. Danach werde ein individuelles Angebot erstellt.
„Es folgt die Installation der Geräte, einschließlich einer umfassenden Einweisung. Sowohl der Außendienst als auch Produktspezialisten begleiten diesen Prozess und stehen unterstützend zur Seite“, so Fischer. Damit werde sichergestellt, dass nicht nur die Lieferung der Geräte erfolgt, sondern auch eine fachgerechte und sichere Anwendung gelinge.
Welche Screening-Geräte für Augenoptiker eignen sich für Einsteiger?
Als Gerät für den Anfang empfiehlt Fischer: „Die Funduskamera HFC-1 von Huvitz. Sie ist einsteigerfreundlich und liefert mit ihrer 20-Megapixel-Kamera hochauflösende Bilder des Augenhintergrunds.“ Auch Mitarbeiter mit wenig Erfahrung könnten so zuverlässig gute Aufnahmen erstellen.
Gerade in Verbindung mit Telemedizinanbietern wie Skleo Health sei die Funduskamera besonders einsteigerfreundlich. Die über das Gerät ermittelten Daten und Bilder werden dabei zunächst mittels KI analysiert und bei zusätzlich automatisch an ein Ärzte-Netzwerk geschickt, wo sie ausgewertet werden.

Aktuell bietet die DAO diesbezüglich eine Sonderaktion an: Wer die Funduskamera Huvitz HFC-1 in Kombination mit Skleo erwirbt, erhält die ersten 50 Screenings gratis. Grundsätzlich sei man bei der DAO jedoch nicht auf die Anbindung an Skleo festgelegt, sagt Marius Fischer: „Eine Anbindung an andere Anbieter ist ebenfalls möglich.“
Ebenfalls für Einsteiger geeignet sei das 4-in-1-Wellenfrontaberrometer HTR-1A von Huvitz, sagt Fischer. „Es misst die objektive Refraktion sowie den Augeninnendruck vollautomatisch, schnell und für den Kunden angenehm.“ Gerade die Kombination aus Funduskamera, Tonometer und Autorefraktometer schafft ein solides Fundament für ein erstes Screening-Angebot im Augenoptikgeschäft.

Die häufigsten Fehler beim Einstieg ins Augen-Screening
Zum Schluss gab uns Marius Fischer noch ein paar Don’ts mit – was kann man beim Screening falsch machen? „Ein typischer Fehler ist es, gar nicht erst mit dem Screening zu beginnen“, sagt er. „Viele Optiker zögern, weil sie den Aufwand, die Investition oder die Komplexität überschätzen. Dabei verpassen sie die Chance, sich frühzeitig am Markt zu positionieren und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.“ Gerade das Thema Screening entwickle sich derzeit rasant – da sei es wichtig, einfach anzufangen und sich das Know-How schrittweise aufzubauen.
Und ein wichtiger Punkt für den Schluss: „Screening ist ein wertvolles Instrument zur Früherkennung, aber kein Ersatz für den Augenarzt.“ Das müsse den Kunden ganz klar kommuniziert werden, ansonsten könne es zu falschen Erwartungen oder Unsicherheiten kommen. „Gerade deshalb ist es entscheidend, aufzuklären, welchen Nutzen das Screening bietet und wo die Grenzen liegen.“ Und dann steht einem rentablen Zusatzangebot mit großem Differenzierungspotenzial nichts mehr im Wege.



